Verlängerung der Kurzarbeit ab 1. Oktober 2020

Mittlerweile haben sich die Sozialpartner mit der österreichischen Bundesregierung auf eine Verlängerung der Kurzarbeit geeinigt. Ab 1. Oktober 2020 wird für maximal sechs Monate ein neues Kurzarbeitsmodell beantragt werden können.

Verhandlungen zwischen Regierung, den Sozialpartnern und dem AMS zur näheren Ausgestaltung des Nachfolgemodells finden derzeit statt.

Arbeitnehmer erhalten weiterhin 80/85/90% des Nettolohns vor Kurzarbeit. Lohnerhöhungen wie beispielsweise KV-Erhöhungen und Biennalsprünge werden bei der Vergütung der Kurzarbeit berücksichtigt (dynamische Betrachtung).

Alle Mehrkosten werden den Unternehmen voll ersetzt. Die Arbeitgeber zahlen die Kosten für die tatsächlich geleistete Arbeit, sämtliche Kosten für entfallene Arbeitsstunden – inklusive Lohnnebenkosten und Krankenstände übernimmt das AMS.

Arbeitszeit kann zwischen 30% und 80% betragen. Die Arbeitszeit kann auf 30% bis 80% reduziert werden. Der Durchrechnungszeitraum beträgt sechs Monate. Damit ist der Spielraum etwas geringer als bisher. In Sonderfällen (z.B. Stadthotellerie) kann die Arbeitszeit von 30% aber unterschritten werden.

Die Behaltepflicht nach der Kurzarbeit beträgt ein Monat. Wie schon bisher müssen Mitarbeiter nach Beendigung der Kurzarbeit zumindest für einen Monat weiterbeschäftigt werden.

Kurzarbeit für Weiterbildung nutzen. Für Arbeitnehmer besteht eine verpflichtende Weiterbildungsbereitschaft in der Nicht-Arbeitszeit. Die Weiter-bildung findet in der vom AMS vergüteten Ausfallszeit statt und wird durch das AMS gemeinsam mit dem Betrieb abgewickelt. Weiterbildungsmaßnahmen können bei Bedarf des Unternehmens unterbrochen werden. In diesem Fall können Arbeitnehmer die Weiterbildung innerhalb von 18 Monaten nachholen.

Um Missbrauchsfällen im Rahmen der Kurzarbeit vorzubeugen, wurde für Phase 3 neu eingeführt, dass im Rahmen der Verlängerung der Kurzarbeit eine Prognoserechnung des Unternehmens unter Berücksichtigung der geplanten wirtschaftlichen Entwicklung der Sozialpartnervereinbarung beizulegen ist. Bisher wurden noch keine Regelungen über den erforderlichen Detaillierungsgrad der Planungsrechnung und den zu prognostizierenden Planungszeitraum veröffentlicht.

zurück
home